Erfahrungsbericht Wolfgang Vieten

Der Confed Cup hat überzeugt!

Wie viele andere Fans war ich nach den WM-Vergaben im Dezember 2010 nach Russland und Katar bedient, von der Wahl der WM-Gastgeber alles andere als begeistert. So ließ ich bei Familie, Kollegen und befreundeten Kunden kaum Zweifel, dass ich zu diesen WMs nicht fahren würde. Gründe für einen Boykott wurden ja zuhauf in der Presse diskutiert. Dann haben doch meine Neugier und Fußballleidenschaft über politische Ansichten gesiegt und ich habe mich im Juni 2017 aufgemacht, um mir selber einen Eindruck von Stimmung und Stimmungen beim Confed Cup vor Ort zu verschaffen. Es geht mir weniger ums Geschäfte machen, aber ich wollte mir schon selbst Kenntnisse aneignen, um mir ein Urteil zu erlauben. Die Reise zum Confed-Cup war für mich ungemein wichtig, um für die WM 2018 den Dreh zu bekommen. Mit einer kleinen Gruppe lernten wir per Flug, Bus und Zug das weite Land kennen, wobei mir schon bei mehreren Besuchen seit 2006, zuletzt bei der Winterolympiade in Sotschi (2014), das Land durchaus gefallen hatte. Die Landschaften und Städte sind wunderschön, die russische Geschichte und Kultur interessierten mich schon immer. Die Frauen sind freundlich und hübsch, viele Männer dagegen schauen grimmig. Die Mehrheit der deutschen Fans zeigte sich im Nachhinein ebenfalls versöhnt mit dem Confed Cup. Mittlerweile sind immer mehr Fußballfreunde auch gar nicht mehr so unglücklich mit dem Gastgeberland. Ginge es wie bei der EM 2016 ins Nachbarland Frankreich, würden sie auf eigene Faust rüberfahren. Aber Russland? Da braucht man allein schon wegen der Sprache Hilfe. Bei all den Formularen für Visa, Fan-ID und Tickets sowieso. Sechs Tage war ich während des Confed-Cups in Jekatarinenburg, Kasan, Moskau und Sankt Petersburg.  Es war eine gute und wichtige Reise, die wirklich viel Spaß gemacht hat. Ohne den Kick dieser Woche konnte ich mir eine WM in Russland schlecht vorstellen. Der Kasaner Kreml, Jekaterinburg und die im Sommer Weißen Nächte (es wird nicht dunkel) in Sankt Petersburg waren tolle Eindrücke. Ich kann nun aus eigener Erfahrung raten, einmal selber nach Russland zu reisen. Wie damals Japan und Korea ist Russland für viele kein typisches oder beliebtes Reiseland, aber die Sehenswürdigkeiten begeistern die meisten, die einmal dort waren. Letztendlich lerne ich durch den Sport Länder kennen, bei denen ich sonst nicht auf die Idee gekommen wäre, sie zu bereisen. Ich freue mich auf die WM in Russland!

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